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Hauptübung: Feuerwehr rettet sieben Kinder
Wenn der Kindergarten brennt: Schwendier Rettungskräfte haben für den Ernstfall trainiert




Bei der Hauptübung der Schwendier Feuerwehr wird ein Kind aus dem brennenden Kindergarten über eine Leiter gerettet.
(Bild: Bernd Baur)

Der Kindergarten brennt, sieben Kinder werden vermisst: „Gott bewahre, dass dies in der Wirklichkeit nie passiert“, richtete Günther Karremann am Samstag ein Stoßgebet zum Himmel. Welch ernste Lage ein solches Unglück heraufbeschwören würde, konnte sich der Bürgermeister bei der Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Schwendi ausmalen. Die Wehr hatte sich genau diese Themenstellung für das jährliche Übungsszenario gegeben.
Mit Signal und Blaulicht fuhren die Einsatzkräfte beim Kindergarten, mitten im Wohngebiet gelegen, vor. Feuerwehrmänner der Freiwilligen Feuerwehr Schwendi und der Werksfeuerwehr Weishaupt begannen mit dem Aufbau einer Wasserversorgung. Gleichzeitig rüsteten sich drei Atemschutztrupps, um in den mit Rauch gefüllten Kindergarten vorzudringen und nach den vermissten Kindern zu suchen. Alle wurden gerettet, ein Kind musste aus dem ersten Stock über eine Leiter in Sicherheit gebracht werden.
„25 Minuten haben wir gebraucht, um die sieben Kinder aus dem brennenden Gebäude zu bringen“, bilanzierte der Kommandant Thomas Stanossek. Dass dies bei einem Ernstfall durchaus nicht einfach ist, wenn verängstigte Kinder vielleicht hinter Möbelstücken Schutz suchen, deutete sich bei der Übung an. „Ich bin froh, in solch einem Fall auf die Weishaupt-Werksfeuerwehr zurückgreifen zu können“, erklärte Bürgermeister Karremann mit Blick auf den Einsatz der Weishaupt-Wärmebildkamera. Bei einer Personensuche in einem mit Rauchgas vernebelten Gebäude sei dieses Gerät unschlagbar, bestätigte Stephen Wagner, Kommandant der Werksfeuerwehr.
Ein Rädchen greift ins andere
Dass die Räder aller Schwendier Hilfsorganisationen im Rettungsablauf ineinander greifen, davon konnten sich die Zuschauer bei der Hauptübung überzeugen. Die von den Feuerwehren geretteten Kinder wurden zur Erstversorgung an die Einsatzkräfte des ASB Orsenhausen-Biberach und der Schnelleinsatzgruppe der Schwendier DRK-Bereitschaft übergeben. „Der Ablauf insgesamt und das Zusammenspiel aller 50 Einsatzkräfte haben gepasst“, sagte Thomas Stanossek.
Für den Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr war diese Hauptübung auch ein Test, um das neue Brand- und Fluchtkonzept für den Kindergarten zu überprüfen. Vertreter der Gemeinde, der Kirchengemeinde und des Kindergartens hatten es jüngst erstellt. Vor allem ein Aspekt aus Sicht der Feuerwehr wurde bei der Übung deutlich: Der doch beengte Platz vor dem Gebäude muss bei einem Ernstfall exakt eingeteilt werden, damit die Rettungsfahrzeuge optimal positioniert werden können. Etwas einfacher wird die Lage, sobald das Baugebiet östlich des Kindergartens erschlossen ist und die Feuerwehr von zwei Seiten anrücken kann.
Es fehlt an Wasserdruck
Einen akuten Verbesserungsbedarf brachte die Hauptübung in einem anderen Punkt ans Tageslicht. Die Versorgung mit Löschwasser ist aktuell bei einem Brand im Kindergarten grenzwertig. Wenn zwei C-Schläuche an den Hydranten beim Kindergarten angekoppelt sind, lässt der Wasserdruck zu wünschen übrig. „Wir müssen dringend die Verbindung mit der Wasserleitung im Herdweg herstellen“, sagte Bürgermeister Karremann.
(Quelle: Schwäbische Zeitung)
 
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